Samstag, 3. September 2016

Mein LebensFREUDEnewsletter … Sommerpausenende … ;-)

Es geht wieder los … nach einer gefühlten Sommerpause von ca. einem Jahr … versuche ich wieder wöchentlich - selbstverständlich ganz ohne Druck - meine Gedanken in Verbindung mit Wertschätzender Kommunikation zu vermitteln.

Es ist viel passiert in diesem wundervollen Sommer. Ich habe sehr viel Gospel gesungen, ich bin umgezogen und wohne jetzt in einer herzerfrischenden WG und ab Montag arbeite ich für einen neuen Auftraggeber in Erfurt. Die schnelle ICE-Verbindung macht es möglich.

Und im Zuge meines Umzugs kam mir doch tatsächlich die Wertschätzende Kommunikation wieder über den Weg gelaufen.

So ca. eine Woche vorher war ich dann doch in einer erheblichen Panik, weil ich mir dachte, daß die Menschen, die mich dabei unterstützen vielleicht doch viel zu wenige sind. 

Also zückte ich mein Handy und schrieb ca. 50 Männer an, mit denen ich mehr oder minder in Kontakt stehe und fragte, ob sie Zeit und Lust haben, mich zu unterstützen. 

Und die Reaktionen waren so wunderbar, daß ich hier darüber schreiben möchte. Zwei fragten mich, wer ich denn sei … so lange hatten wir keinen Kontakt mehr ;-), einer - mein Engel sagte seine Hilfe zu und brachte auch seinen Transporter mit, was dazu führte, daß mir mehrere Steine vom Herzen vielen … holterdipolter … ;-). Wir sind gestern zusammen essen gegangen - auf meine Kosten - versteht sich. Und es war ein wunderbar vergnüglicher Abend.

Zwei hatten an dem Tag schon Ausflüge mit ihren Kindern geplant, einer hatte eine Firmenfeier und von einem erfuhr ich, daß er im Frühjahr einen Motorradunfall hatte und immer noch in der Reha ist. Was mir die Möglichkeit gab IHM viel GUTES zu wünschen. Und einer sagte mir seine Hilfe zu, als ich schon ganz viel Hilfe hatte von einer Seite, an die ich überhaupt nicht gedacht hatte. Darüber, das er mir seine Hilfe angeboten hat, habe ich mich echt gefreut und noch mehr darüber, daß ich ihm absagen konnte.

Mein wohl - erst seit Anfang des Jahres endlich wieder - innigster und mir sehr nah stehende Freund, schrieb mir eine SMS, die mich zum Heulen gebracht hat. Und sie war ganz kurz - „(Auch wenn sich keiner melden sollte …). Auf mich kannst du dich verlassen. ;) Dein Freund H.“

So göttlich ist das Leben.

Was mich verwundert hat, waren die ca. 40 Männer, die in keiner Weise reagiert haben. So ganz und gar nicht. 

Und deshalb schreibe ich heute noch einmal über das NEIN-Sagen. Denn mit den NEINs, die von einigen gekommen sind konnte ich wunderbar umgehen. Warum, weil diese Absagen mein Bedürfnis nach Kontakt und Verbindung erfüllt haben.

Deshalb hier und heute noch einmal mein Credo für das NEIN-Sagen. Wenn dich jemand um etwas bittet und du ihm diese Bitte nicht erfüllen kannst, dann traue dich ein NEIN zu sagen. Denn mit diesem NEIN erfüllst du dem Anderen zwar nicht sein Bedürfnis nach Unterstützung und zugleich hältst du die Verbindung zum ihm / ihr aufrecht. Und unser Bedürfnis nach Verbindung ist ein sehr großes.

Die große Hilfe kam aus der Baptisten-Gemeinde, in der ich seit März diesen Jahres im Chor singe. In dieser Gemeinde sind viele Perser, die hier kleines Stück Heimat gefunden haben und die auf diese Weise integriert werden. Und da gab es fünf junge Männer, die mir geholfen haben. Einfach so, völlig unkompliziert. 

Und jetzt freue ich mich auf ein gemeinsames Essen, zu dem ich sie eingeladen habe, um sie noch besser kennenzulernen und nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, wie ich sie unterstützen darf.

So lebensbereichernd darf ein Umzug sein. 

Und JA … WIR SCHAFFEN DAS!!!!!!!

Ich LIEBE das LEBEN.


In diesem Sinne … 

… das war ein GeDANKE von und mit … DER GUnTEr SCHMIDT 


Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.
Wilhelm von Humboldt

1 Kommentar:

  1. Lieber GUTEr Schmidt, das hast du hier sehr fein getroffen. Es ist heutzutage schon sehr mutig, überhaupt nach Hilfe zu fragen. Und es wäre gleichzeitig auch töricht, es nicht zu tun. Großartig finde ich dein Statement zum Neinsagen, ich denke, das haben viele verlernt oder sie scheuen sich, zu enttäuschen. Ich sehe das so: Wenn man ein Gespräch beginnt ("Kannst du mir helfen?"), dann muss das Gegenüber reagieren, egal wie. Stell dir vor, wir säßen einander gegenüber und du stellst mir eine Frage und dann antworte ich einfach gar nicht. Das ist doch ... unGUT. Danke für den Eintrag, ich bin heute abend mal wieder über dich gestolpert und freue mich, dass es dir gut geht. Juliane

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