Donnerstag, 15. September 2016

Mein LebensFREUDEnewsletter … Carpe diem …

Premiere!

Heute gibt es meinen Newsletter schon am Donnerstag. Und das hat einen Grund ... 

"Wenn dein starker Arm es will, stehen alle Räder still." Ich habe keinen Schimmer, woher dieser Satz ist. Ich verbinde ihn auf eine sehr diffuse Art mit meiner Schulzeit, mit dem Sozialismus und der Sowjetunion. 

Ich weiß auch nicht, wessen stärker Arm es war, der dafür gesorgt hat, daß die Räder meines IC auf dem Weg nach München in Bamberg plötzlich still standen. Eine Verquickung mehrerer Ereignisse. Ein Oberleitungsschaden, ein defektes Stellwerk und auf der Umleitungsstrecke ein Flächenbrand in unmittelbarer Streckennähe ...

Die Bahn hat gelernt: schnelle und regelmäßige Informationen durch das Zugpersonal und auch die DB-App liefert umfangreiche und und in kurzen Abständen aktualisierte Informationen. Ich bin begeistert ... ;-), denn ... Transparenz schafft Vertrauen. Und Vertrauen ist ein wichtiges menschliches Bedürfnis. 

Nur ... auch die Bahn hat keine hellseherischen Fähigkeiten und niemand weiß, wann es weitergeht. Ich bin inzwischen von meinem IC in einen ICE umgezogen, in der Hoffnung, daß dieser vielleicht doch ein wenig eher in München ist. 

Die Stimmung ist erstaunlich entspannt und gelassen. Und nachdem ich eben mit Erstaunen wahrgenommen habe, daß mein IC in der Gegenrichtung - wahrscheinlich über eine Umleitungsstrecke - den Bahnhof verlassen hat, bekomme ich in dem von mir gewähltem ICE die Information, daß der Oberleitungsschaden behoben ist und es auf der regulären Strecke weitergeht. Fazit ... es geschehen noch Wunder ... UND ... ich habe wieder einmal - wie so oft in letzter Zeit - eine richtige Entscheidung getroffen. 

Ich denke ja in solchen Momenten an die Menschen, die diese Oberleitung reparieren. Und wenn ich in mich hinein höre, dann sagt mein Herz, daß ich Hochachtung für diese Menschen empfinde, die mit soviel Druck im Rücken arbeiten. Das wäre nicht meine Arbeit. 
Und dann ... bei 80 Minuten Verspätung - und ich möchte nicht wissen, wie viele Züge und damit Passagiere davon betroffen sind - denke ich an die Menschen, die entsprechenden Unterlagen wurden soeben verteilt, die all die Entschädigungsansprüche bearbeiten dürfen ...

"Die Zeit gehört dir." ... ich glaube, das ist der Slogan, mit dem die Bahn gerade wirbt. Und JA, natürlich gehört die Zeit mir. Immer ... egal, wo ich gerade bin. Und ich habe immer die Hoheit - sprich: Verantwortung - dafür, was ich mit der Zeit, die ich habe, mache. Ob ich in der Zeit - im Hier und Jetzt - bleibe oder mich in die Vergangenheit oder Zukunft bewege. Gedanklich ... mein Körper ist ja immer im Hier und Jetzt. 

Und dann darf ich diese Zeit, die scheinbar plötzlich da ist im Hier und Jetzt nutzen, zum Beispiel zum Schreiben meines Newsletters ... ;-).

Meine Reise war an dieser Stelle noch nicht wirklich zu Ende. Kurz vor Nürnberg kam die Durchsage, daß mein Zug auf Grund der erheblichen Verspätung in Nürnberg endet und nicht bis München fährt. Und JA, auch das war für mich ein Grund zur Freude. Hatte ich doch so die Chance mir nach sehr langer Zeit eine Butterbreze bei Brezen Kolb zu kaufen. Das Besondere an den Brezen von Brezen Kolb ist, das die Brezen mit Rosenmehl gebacken und mit Meersalz besprüht sind, was ich ausgesprochen köstlich finde. 

Was für ein göttlicher Tag!

Viel Zeit geschenkt bekommen, mit entspannten Menschen gesprochen und meine Lieblingsbrezen genossen.

… s' Lebn is a Freid! … ;-) 

UND ... carpe diem ...

In diesem Sinne … 

… das war ein GeDANKE von und mit … DER GUnTEr SCHMIDT 


Wer sich über das freut, was er hat, hat keine Zeit mehr, über das zu klagen, was er nicht hat.

Ernst Ferstl

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