Freitag, 10. Juni 2016

Mein LebensFREUDEnewsletter … Singt, singt …

Eigentlich ist der Spruch von Pina Bausch und besagt - Tanzt, tanzt, sonst seid Ihr verloren! 

Ich sage heute - Singt, singt, sonst seid Ihr verloren!

Ich bin seit gestern beim Wochenende „Popchorleitung/Vocalcoaching“ und bereits jetzt - die Hälfte ist noch nicht um - weiß ich, daß sich diese Investition für mich gelohnt hat. Ich bin hier zusammen mit 34 Menschen, die schon lange singen, gerade wieder damit beginnen zu singen, einen Chor leiten oder sogar mehrere Chöre leiten. Und alle wollen mehr erfahren über ihre Stimme und ihrem Umgang damit. 

Ich singe erst seit kurzem wieder und merke nach jeder Chorprobe und hier nach dem ersten Tag dieses Wochenendes, wie gut mir das tut. Wie meine Seele beginnt mit einzustimmen und sich wohlig und entspannt in mir räkelt.

JA, ich singe und das nicht allein. Mir wird bewußt, wie sehr das Singen in einer Gruppe - einem Chor - Menschen miteinander verbindet. 

Und schwupps, sind wir bei der Wertschätzenden Kommunikation und bei einem wichtigen - in meiner Bedürfnishierarchie steht es gerade ganz weit oben - Bedürfnis … unserem Bedürfnis nach Verbindung. 

Kein Mensch will wirklich allein sein. Und selbst wenn ich einmal allein bin - und ich bin sehr gerne und sehr oft allein, weil ich dann Ruhe finde, zu mir und in meine Kraft komme - möchte ich die Verbindung zu anderen Menschen nicht missen. 

Nur wenn du denkst, daß dein Bedürfnis nach Verbindung sich dadurch erfüllt, daß dein Partner heute Abend ab dem gemeinsamen Abendbrot bei dir - in deiner oder eurer Wohnung - ist und seine Zeit mit dir verbringt, dann könnte es eventuell schwierig werden mit der Erfüllung deines Bedürfnisses nach Verbindung. 

Denn in dem eben geschildertem Fall hast du dir schon eine sehr konkrete Strategie für die Erfüllung deines Bedürfnisses nach Verbindung überlegt. Du möchtest heute Abend ab dem gemeinsamen Abendbrot - Zeit - mit deinem Partner - Person - in deiner oder eurer Wohnung - Ort - zusammen sein. 

Wenn du nun noch erwartest, daß dein Partner das alles ganz allein spürt ohne, daß du ihm irgendetwas sagst, dann wird es richtig schwierig mit der Erfüllung deines Bedürfnisses. 

Dann hast du Stress … RICHTIGEN - selbst gebauten - Stress!

Du könntest deinen Partner ja darum bitten. - Weißt du, mir erscheint es schon so lange her, daß wir gemeinsam eine ruhige Zeit miteinander verbracht haben und ich merke, daß ich richtig Sehnsucht danach habe. Ist es okay für dich, wenn wir heute zusammen Abend essen und danach den Abend ganz allein für uns haben?

Wenn du dir jetzt sagst - Ja, das ist ja alles schön und gut, klingt sogar angenehm. Nur … was mache ich, wenn mein Partner dazu NEIN sagt?

Hmmm … einen Tip dazu habe ich dir heute schon gegeben und wenn du einmal ausprobieren willst, was du dann tun bzw. sagen kannst und wie sich das anfühlt, dann darfst du gern zu einem meiner EmpathieTrainingsAbende kommen. Die ich gerade umbenenne in - Dialog mit Herz.

Auch das verdanke ich, in gewisser Weise, meinem Singen im Chor. Nur das, ist eine andere Geschichte.

Wie ihr merkt habe ich mehr und mehr Lust dazu in meinem Newsletter Beispiele aus meinem Leben zu präsentieren, an denen ich zeigen darf, wie ich Wertschätzende Kommunikation in mein Leben integriere. Und wie es mir manchmal gelingt und manchmal auch nicht.

Gestern Morgen auf dem Weg zum Bahnhof in der Straßenbahn. An einer Haltestelle hält die Straßenbahn länger. Ein älterer Mann mit Rollator kommt noch hastig an die Tür an der ich stehe und versucht noch in die Bahn zu kommen. Die Tür ist schon verschlossen. Der Straßenbahnfahrer sieht es und gibt die Tür noch einmal frei. Der Mann, endlich zu Atem gekommen fragt - Ist das die 7 oder die 1? - Das ist die 7. - Oh, da bin ich falsch … - und er versucht wieder aus der Straßenbahn zu kommen. Die Tür bleibt verschlossen. Der Mann ratlos und etwas hektisch. 

Keiner macht etwas … Doch … ICH. Ich gehe zum Straßenbahnfahrer, klopfe an seine Kabine und bitte ihn, die Türen noch einmal freizugeben, weil sich der alte Mann in der Bahn vertan hat. Die Türen sind offen, der Mann stürzt ohne ein Wort aus der Bahn.

Was war mein erster Gedanke? 

Nein, es war nicht - Er hätte wenigstens DANKE sagen können. - Mein erster Gedanke war - WOW, so früh am Tag und ich habe schon eine gute Tat vollbracht. Was für ein Tag!

Wir haben keinen Einfluß darauf, was andere Menschen tun sagen oder wie sie uns gar behandeln. Und ich habe IMMER Einfluß darauf, wie ich über diese Situation denke. 

Ich habe gesehen, wie entspannt und glücklich der Mann war, daß er wieder aus der Bahn gekommen ist, habe ihn in Gedanken noch Ruhe und Entspannung - er wirkte auf mich etwas hektisch, deshalb ist er vielleicht auch in die 7 und nicht in die 1 eingestiegen - gewünscht und das alles hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und mich mit Stolz erfüllt, weil ich so wunderbar geistesgegenwärtige war und durch mein Handeln einen anderen Menschen unterstützt habe. Mir also - einzweifix - mein Bedürfnis nach Unterstützung erfüllt habe. 

Es ist alles soooooo einfach … wenn wir bewußt und achtsam bei uns - unseren Gedanken, Gefühlen und Bedürfnissen sind.

Es lohnt sich …

In diesem Sinne … 

… das war ein GeDANKE von und mit … DER GUnTEr SCHMIDT 


Beziehung, Zuwendung und nicht zuletzt auch Berührung sind ein so wichtiger Teil unseres Lebens. Es ist ein großes Geschenk, von einem anderen Menschen gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Und das Größte, daß ich einem anderen geben kann, ist, ihn zu sehen, zu verstehen und zu berühren.
Willigis Jäger



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